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Reise nach Irland zum Woody Shamrock

Bericht über 15 Leiter der Pfadfinderstufe auf ihrer abenteuerlichen Quest zu zwei kleinen Holzklötzchen. Vom 11. – 19. Juni 2011 haben sich die Wagemutigen zum Woody Shamrock begeben, wo sie eine kleeblattgrüne Stufenpädagogik erwartete. Ziel der Reise ist eine in Pfadfinderkreisen heiß begehrte Trophäe, die ein rosafarbenes Halstuch und hölzerne Klötzchen beinhaltet. Der bisherige Weg war nicht unbedingt leicht und die Scouts waren auf all ihre Fähigkeiten im Spurenlesen angewiesen, doch gemeinsam haben sie die erste Hürde genommen und hatten dabei unheimlich viel Spaß.
Polly bei der Arbeit
Der Weg zum berühmten Pub Woody Shamrock bot erste Gelegenheit sich zu beschnuppern und die Mitreisenden kennen zu lernen, aber auch andere kleine Überraschungen konnten unterwegs entdeckt werden und am Ende des Regenbogens wartete sogar ein Schatz. Dort in den Hochlagen des irischen Blackwood Forest im verschlafenen Örtchen Bergach, fand die Gruppe den Pub im Baden–Powell–Haus vor. Der Woody Shamrock steht unter der Führung der legendären Band: Blackwood Forrest Ceilidh Buskers.
Gleich am ersten Abend wurde ausgiebig im Pub gefeiert, denn jeder der Teilnehmer hatte seinen persönlichen Rekord vorzuweisen und untermalte diesen mit einem individuellen Lied, so steuerte jeder etwas zum Special Song Mix bei.
Aber wer feiern kann, der kann bekanntlich auch arbeiten und so wurde jeden Morgen pünktlich um 7:30 Uhr geweckt. Diese würdevolle Aufgabe erfüllte Bandmitglied „Louis“ mit Bravour – auch wenn manch eine/r bei dem wundervollen Gesang am liebsten weiter geschlummert hätte. Doch das Ausflugsprogramm sah einen straffen Zeitplan vor: Frühstücken, Morgenrunde und dann sofort zur ersten Infoeinheit. Ausgestattet mit wertvollem Wissen und Abkürzungen wie: TZI, waren die Teilnehmer anschließend bestens gerüstet, um Kleingruppen zu bilden. In den Kleingruppen konnten die Zimmer im Pub bezogen werden und die nächste Etappe bot Möglichkeit sich noch besser kennen zu lernen.
Es folgte ein Briefing zur Projektmethode im Plenum und dann wurden die Reisenden auf eigene Faust losgeschickt, mit dem Ziel ein eigenes Projekt am Donnerstag durchzuführen. Damit waren zwei Tage Zeit gegeben, um einen Konsens zu einer „Projektidee“ zu finden – reicht doch locker! Naja wenn da nicht Stolpersteine wie der schmale Grat zwischen „Projektidee“ und „Handlungsansatz“ wären und einen „72–Stunden–Character“ soll das ganze ja auch nicht haben – den Bauwagen können wir auch wann anders renovieren – es muss schon etwas besonderes sein. Außerdem sollten ja alle dafür brennen, sonst kann nicht gekocht werden und eine eierlegende Wollmichsau kommt gar nicht in Frage. Die einen wollen „Naturerlebnisse“, die andern „Grenzen durchbrechen“ und die nächsten schreien nur „green it“ – langsam wird es unübersichtlich. Kein Problem für unsere Ausflugstruppe, die schon dazugelernt hat: ein Moderator sorgt mit einer Rednerliste für Ordnung! Damit es nicht zu langweilig wird, gibt es hin und wieder ein Stimmungsbild, bei dem sich alle einfach irgendwo im Raum verteilen oder man weckt die Schlafenden mit einem Blitzlicht. Um etwas Farbe in die tristen Diskussionen zu bringen verteilte man grüne und rote (Ab)Stimmungskärtchen.
Vereinzelte Interventionen der Band versuchten die
Ir( r )landreisenden auf dem rechten Pfad zu halten, denn die Glocken mussten einfach kleiner werden. Aber erreicht man das besser mit der Fishbowl–Methode, einem Schreibgespräch oder sollte ein Markt–der–Möglichkeiten veranstaltet werden? Schließlich will man einen Denkanstoß geben und das ist doch kagga wenn eines von den Themen wegfällt, dann ist es nicht mehr da! So gerieten die Köpfe ganz schön ins rauchen und dazu sollte den anderen zwischendurch am besten noch ein Feedback gegeben werden, damit sie ihren „Blinden Fleck“ oder die Nudel im Haar weg kriegen.
Glücklicher Weise gab es immer wieder köstliche Essenspausen, sonst wären manche vielleicht wirklich Ir( r )e geworden oder hätten nie ihr verdiente Klopause bekommen – Störungen haben Vorrang! – eine weitere Lektion.
Konseeeeens :-)
Hoch motiviert gingen die Exkursionsteilnehmer am folgenden Tag ans Werk: eine Projektleitung wurde gewählt und kleine Arbeitsgruppen gebildet – der Pub verwandelte sich in einen geschäftigen Bienenstock. Parallel wurden knifflige Aufgaben zum Thema „Interkulturalität“ ausgetüftelt, Geocache–Regeln ausfindig gemacht, TravelItems mit dem Woody Shamrock Logo hergestellt und ein weiterer Trupp von Scouts kundschaftete eine Route und Verstecke aus. Das Projekt stand unter dem zuvor erwähnten Überbegriff: „Grenzen durchbrechen“, die Teilnehmer gaben ihr Bestes, dies zu verwirklichen und ließen sich auch vom Wetter und anderen Widrigkeiten nicht aufhalten. So konnte bei Dunkelheit der letzte Cache in einer feierlichen Zeremonie von allen gemeinsam versenkt werden. Anschließend gab es eine Projektreflexion und dann konnte endlich zur letzten Phase übergegangen werden – Feiern.
Doch man ließ den Geschundenen auch am folgenden Tag keine Erholung – „jetzt schaut ihr euch mal schön an, wie ihr überhaupt zu eurem Konsens gekommen seid!“. Zugegeben, manchmal hat das Gespräch sich etwas im Kreis gedreht, getroffene Entscheidungen, sowie Regeln hätten besser festgehalten werden müssen, einige Verfahrensdiskussionen waren weniger fruchtbar und lange hat der Mut gefehlt konkreter zu werden… Mit guten Vorsätzen und diesen Lernerfahrungen soll jede/r beim Projekt mit der eigenen Padfindergruppe das Gelernte erproben – hoffen wir mal da geht es nicht so zu wie auf einem Hühnerhof, anders als bei den Leitern.
Leider ging der Ausflug langsam seiner Schlussphase entgegen, in einem besinnlichen Wortgottesdienst setzten die Pubbesucher sich mit ihrer baldigen Trennung auseinander, ließen es sich aber nicht nehmen ein letztes Mal auf den Putz zu hauen. Bei einem umwerfenden Vier–Gänge–Menü, mit absolut stilvollem Globe, zelebrierten alle Ausflugsteilnehmer gemeinsam bis spät in die Nacht hinein.
Die Band bemühte sich am letzten Tag um die Resozialisierung der mittlerweile eingesessen Pubfreunde – bei kleinen Rollenspielen sollten sich diese wieder in „normale“ Menschen hineinversetzen und so auf den Kulturschock vorbereitet werden. Gegenseitig gab man sich noch die besten Wünsche mit auf den Weg und dann traten Nördler, Ossies, Wessies und auch die aus dem Süden schweren Herzens den Heimweg an. Glücklicherweise können sich alle schon auf ein baldiges Wiedersehen beim Entwicklungswochenende im nächsten Jahr freuen, das wird sicher auch eeewig gut! :-)

Regina Blattmann


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08. 04. 2013
Regina