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Anfang

2012 Von Utrecht nach Hamburg mit dem Rad

Das Sommerlager 2012 stand unter dem Motto: “Ups, die Pannenshow”
13 Kids, 2 Leiter, 2 Länder, 15 Tage, 820 km, 46h30min Fahrzeit, 17,7 km/h Durchschnitt, 19 Platten, 4 Fahrradständerbrüche, 1 Gepäckträgerdurchbruch, 1 Achsenbruch und weitere unzählige Pannen…

Lässt man sich diese Daten mal auf der Zunge zergehen, kann man davon ausgehen, dass der Trupp Phoenix dieses Sommerlager einiges erlebt haben muss und getreu dem Motto “ein Pfadfinder gibt auch in schwierigkeiten nicht auf” unterwegs war. Nach dem man letztes Jahr noch gemütlich den Allier und die Loire runter schipperte, suchte man dieses Jahr die Herausforderung beim Radfahren. Unser Plan war der Nordseeküstenradweg von Rotterdam nach Hamburg.
Alles begann am Sonntag, den 29.7., um 19 Uhr im KigaWi. Aufgrund der limitierten Fahrradplätze im Zug, mussten wir uns in zwei Gruppen aufteilen. Wir fuhren über Nacht und trafen uns alle am Bhf in Utrecht wieder. Da die Fahrradabteile in holländischen Zügen doch eher zu Wünschen übrig lassen, beschlossen wir unsere Radtour in Richtung Hamburg schon von hier aus zu starten.
Es dauerte jedoch einige Zeit bis wir mit der Karte und den holländischen Radschildern richtig vertraut waren. Zwar waren sie meist gut ausgeschildert, aber wer denkt schon daran hinter jedem Grasbüschel nach einem Fahrradschild Ausschau zu halten ;-). Als wir dann den Weg ans Meer auf unsere geplante Route, den Nordseeküstenradweg, gefunden hatten, fingen auch schon die ersten materiellen Probleme an. Die erste Radtasche krachte, verstellte Schaltzüge, der erste platte Reifen und nach 100km zeigten sich auch die ersten Knieschmerzen beim ein oder anderen. Alles halb so wild, aber es sollte ja erst der Anfang sein.
Die Pannen häuften sich und hatten zu Beginn auch Auswirkung auf die Stimmung in der Gruppe. Ein paar begannen zu zweifeln, ob man sich eventuell zu viel Strecke vorgenommen hatte!? Wenn wir allerdings mal eine zeitlang ohne Platten oder sonstiges blieben, verhalf uns u.a. der Rückenwind und teils schöne Radwegen doch einige Kilometer am Tag hinter uns zu bringen. So schafften wir trotz materiellen und physischen Problemchen im Schnitt um die 80km am Tag.
Nach einigen Tagen legte sich die Skepsis langsam und die Gruppe begann die Strecke nicht mehr als Belastung, sondern als Herausforderung für den Trupp zu sehen, mit dem Ziel Hamburg gemeinsam zu erreichen.
Da das Wetter ebenfalls eher mäßig bis schlecht war und wir bis auf die letzten zwei Tage jeden Tag Regen hatten, suchten wir auch zwei mal Unterschlupf bei holländischen Bauern und genossen dort eine außergewöhnliche Gastfreundschaft. Zum Dank erhielten diese jeweils ein unterschriebenes Halstuch von uns.
Unser Hund "Lessie"
Die Radwege bzw. fietspad in den Niederlanden waren sehr gut ausgebaut, oft sogar zweispurig, schlängelten sie sich durch Dünenlandschaften, führten über weite flache Felder oder folgten in gerader Linie einem Deich.
Die Morgen- und Abendrunden wurden von den Runden sehr abwechslungsreich gestaltet, Mal etwas besinnlicher, mal etwas mehr Action…
…wohingegen manche wohl lieber noch im Schlafsack geblieben wären ;-)
Rad fahren macht natürlich hungrig und auf dem Lager sind die gemeinsamen Mahlzeiten immer auch ein wichtiger Bestandteil des Gruppenlebens. Reihum kümmerten sich die Runde um den Einkauf und die Zubereitung des Essens, daraus entstand dieses Jahr ein sehr abwechslungsreicher und leckerer Speiseplan.
Leider hatten wir nicht nur technische Pannen auf diesem Lager, sondern auch Kollateralschäden. Angefangen mit Sonnenbrand, über Knieschmerzen bis hin zu einem Spanngurt, der beinahe im Auge landete, hinterließ ein Kochunfall, seine Spuren. Ein umstürzender Topf mit heißer Soße führte zu einem verbrannten Knöchel mit Brandblasen, nicht unbedingt schön anzusehen…
Trotz allem hatten wir aber auch sehr viel Spaß zusammen! Besonders die bereits schon fast traditionellen Wetten um 1,5L Cokes sorgten immer wieder für Stimmung und glückliche Gewinner :)
ordentlich Wind an der Küste
Kletteraktion Matschbad im Watt
Grund zum Feiern bot außerdem der Geburtstag eines Trüpplings, in den wir mit einem gemütlichen und ausgiebigen Brunch starteten. Der Trupp bemühte sich um Kuchen, welcher eigens mit Schokoglasur versehen wurde und verschenkte eine Thermotrinkflasche fürs Fahrrad – denn leider war die Trinkflasche unseres Geburtstagskindes auf der Zugfahrt verloren gegangen.
Das höchste Hoch des Lagers für alle im Trupp war das Versprechen. Dazu kampierten wir an der Weser, hatten einen Sandstrand und konnten (bei Flut) super baden gehen.

Die abendliche Feier begann mit einem Rätsel, welches unsere Versprechlinge lösen mussten, um den nächsten Hinweis zu bekommen. Dabei handelte es sich um eine Karte, die zum hergerichteten Platz führte.
Drei Versprechlinge bekamen dieses Jahr ein grünes Halstuch
Auf ganz besondere Weise hat uns dieses Lager mit seinen Herausforderungen zusammen geschweißt…
Zweimal knackten wir die 100km-Marke am Tag und erreichten schließlich bei Dunkelheit unser Ziel Hamburg, wo wir die letzte Nacht nahe des Bahnhofs verbrachten.
Selbst auf den letzten Metern vom Denzlinger Bahnhof nach Wildtal blieb es dank zwei weiterer Platten spannend. Umso größer war die Freude im Kindergarten anzukommen, wo wir von den Eltern bereits sehnlichst erwartet und herzlich empfangen wurden.
Danke für dieses unvergessliche Lager!
Gut Pfad.
18. 11. 2014
Mari und Regina