Und los gehts!
Die Startseite ist Aus- gangspunkt!
Auch einen Überblick über die neusten Arti- kel kannst du hier bekommen.
Was uns verbindet!
Hier findest du Infos rund um unseren Stamm.
Außerdem alles über unsere Aktionen ...bei ca. 120 Stammesmit- gliedern gibts einiges
zu sehen!
Das Kernstück!
Unsere Trupps berich- ten über ihre Fahrten, Lager, Aktionen und Erlebnisse...
Neben den wöchent- lichen Truppstunden gibts rund ums Jahr volles Programm!
Werde aktiv!
Du findest Links zu weiteren Jugendgrup- pen und Pfadfinderver- bänden.
Hinterlasse uns einen Eintrag im Gästebuch.
Zeltest du noch...
...oder "Ponchost" du schon?
Hier gibts Anleitungen zum Bau von Flossen und dem Zelten mit Ponchos.
Für alle, die das Aben- teuer suchen!
Anfang

Polen 2004: Wandern in den Beskiden

Am 31. Juli 2004 starteten wir unser Sommerlager…und fuhren und fuhren und fuhren…ziemlich lange und länger und länger…
…oder um genau zu sein 36 Stunden. Das dürfte neuer Stammesrekord sein. Außerdem erwartete uns ja eine bezaubernde Landschaft, die wie manche subversiven Elemente behaupteten dem Schwarzwald ähnlich sei. Ja Kinder, klingt komisch… und ist auch nich so!!!
Bei unserer Ankunft eröffnete sich uns die Hügellandschaft der Beskiden. Das Terrain ist von relativ sanften Hügeln geprägt, die in den nördlichen und westlichen Ausläufern noch bewaldet sind. Im südostlichen Bereich hingegen erheben sie sich über die Baumgrenze, so dass der Wanderer wunderschöne Hochweiden zu sehen bekommt, von denen er kilometerweit in die Ferne blicken kann…
…Voraussetzung ist natürlich, dass die Sonne scheint, es nicht regnet und sich kein Nebel bildet. Unglücklicherweise war uns Petrus anfänglich nicht sehr gnädig gestimmt, so dass wir die ersten drei Tage fast vollständig im Regen wanderten. Da war eine Übernachtung in einer urigen Wanderhütte schon mal drin!!! Wir trockneten unsere Schuhe und Kleider, lüfteten die Socken und tranken heißen Tee…
Wandern bis zum Umfallen Hütte Stinkesocken
Unsere tägliche Wanderration betrug ungefähr 20 km und 300-400 Höhenmeter. Das Wandern wurde durch die aufgeweichten Wege, kalten Nebel und die teilweise recht schweren Rucksäcke erschwert. Da die Einkaufsladendichte nicht allzu hoch war, mussten wir teilweise für zwei Tage im Voraus einkaufen. Die Wanderdisziplin war zur großen Freude der Leiter sehr hoch. Tempo und Strecke wurden regelmäßig in den Morgen- und Abendrunden von der “Runde des Tages” geplant und gemeinsam mit dem Trupp besprochen.
Trompeter Ponchoburg Bergauf - Bergab
Da das Wetter nach wie vor wechselhaft bis besch***en war, versuchten wir unsere naßen Socken am Feuer zu trocknen. Mindestens ein Paar ging in Flammen auf aber wir hatten trotz der heftigen Gasentwicklung keine weiteren Verluste zu beklagen. Die Sicht stellte sich teilweise als recht begrenzt heraus. Aber Baden Powell hat uns gelehrt in allen Schwierigkeiten zu lachen und zu pfeifen und so stimmte unser Posaunist Lukas den Pfadfinderpfiff für uns an. Erneute klimatische Unanehmlichkeiten zwangen uns die heimelige Atmosphäre unserer Ponchos gegen einen Heuschober einzutauschen.
Da uns unsere Route entlang der Polnisch- Slovakischen bzw. Polnisch-Ukrainischen Staatsgrenze verlief, hüpften wir gerne mal kurz ins Ausland. Manchen wurde im Falle der Ukraine erst danach klar, dass sie vor kurzem im (noch)außereuropäischen Ausland gewesen waren. Dass die Gegend vor und nach dem II. Weltkrieg heiß umkämpft war, konnten wir regelmäßig an Schützengräben und abgebrannten Gebäuden (darunter auch Kirchen) erkennen. Hier hatten sich vor den radikalen Umsiedlungsmaßnahmen 1947 Polen und Ukrainer blutige Kämpfe geliefert, die Raub, Mord und Vergewaltigung von Zivilisten mit einschlossen.
Wegzeichen Gruppenbild Grenze Ukraine
Unser Versprechensabend… oft kopiert und doch unerreicht. Es war ein toller Platz, an dem Anne, Rafi und Fabi ihr Versprechen ablegten und vom Trupp aufgenommen wurden. Im Anschluss an die Versprechenszeremonie wurde zu Stockbrot, Schokobratäpfeln und Salaten geschlemmt. Es wurde noch viel ge- und besprochen schließlich gings am nächsten Tag erst wieder nachmittags los.
Auf dem Heimweg, in Krakau, wurden wir mit schönen Wetter verwöhnt… jetzt bei der Rückfahrt nach 2 Wochen wandern. Das gilded einfach nicht!!! Das haben die für extra gemacht!!! Schnief. Nach über 140 km, ca. 3000 Höhenmetern, einigen Blasen und wundgeriebenen Waden, aber glücklich und erfüllt wissen wir…
21. 09. 2010
Steffen Hauff, David Boschert